Es gibt 1000 Gründe alles beim Alten zu lassen. Aber es gibt nur einen, etwas zu ändern: DU HÄLST ES NICHT MEHR AUS!
  Joe
 
Ich bin in einer normalen Familie aufgewachsen. Ich besuchte das Gymnasium. Rockmusik war mein großes Hobby. Früh zog es mich deshalb in die Discos. Dort gewöhnte ich mich ans Trinken und Zigarettenrauchen. Ich war ein guter Tennisspieler - wurde sogar ostfriesischer Jugendmeister.

Dann boten mir Freunde Dope an. Zuerst merkte ich nichts - aber immer häufiger fand man mich in kiffender Runde. Im Stadtpark oder auf einer Bude, überall dort, wo wir ungestört was durchziehen konnten. Abhängig werde ich nie, dachte ich mir. Aber schleichend begann der Einstieg in die Sucht. Immer häufiger suchte ich den beglückende n Rauschzustand. Mehr und mehr Nächte wurden zum Tag gemacht, Hobbys und Interessen opferte ich meinem passiven Herumhängen. Kiffen war meine Hauptbeschäftigung geworden. Zum Studium gings in die Großstadt. An der Uni bekam ich nichts mehr geregelt. Meine Haare fielen mir weit über die Schultern. Bald hatte ich mühelos Connections zur dortigen Drogenszene.

Ich experimentierte mit LSD und tauchte tiefer in die Drogenwelt ein. Dann kam meine erste Einweisung in die Psychiatrie. Im LSD-Rausch hatte ich das Inventar meiner Studentenbude zum Fenster herausgeworfen. Ich versprach mir und meinen Eltern: Nie wieder Drogen! Aber nach der Entlassung war dieser Vorsatz schnell vergessen. Wieder beganns mit Kiffen, und bald flippte ich wieder vollgeknallt mit Acid, Alk und Dope in der Szene herum. Es ging wieder öfters ab zur zwangsweisen Unterbringung in Suchtstationen. Ich wurde eine Gefahr der öffentlichen Sicherheit. Exzessiver Drogenmissbrauch hatte meine Persönlichkeit total verändert.

Ich wurde ein hochgradig agressives Wrack, das von Exzess zu Exzess stolperte. Meine Eltern und Geschwister suchten Beratungsstellen auf und psychologische Dienste, besuchten mich in der Klinik. Nichts schien zu helfen. Freunde prophezeiten mir eine Zukunft im Irrenhaus.

In dieser Phase, als ich echt am Ende war, fiel mein Blick auf ein Plakat. Dort stand: "Kommt her zu mir, die ihr müde und beladen seid! Ich will euch Frieden geben." Dieser Spruch von Jesus fuhr mir ein. Ich klingelte an der Tür und fand überzeugte Christen. Sie gaben mir den Rat: Geh zu Jesus!

„Wen der Sohn frei macht, der ist wirklich frei” zitierten sie aus der Bibel. Ich wollte frei werden, hatte dieses Karussell - Szene - Psychiatrie - Szene - Psychiatrie - gründlich satt. Sie beteten für mich, und ich besuchte öfters die Bibelstunden, aber vieles in meinem Leben war noch nicht in Ordnung. Es kam noch zu einigen gefährlichen und verrückten Aktionen. Ich mußte noch einmal in die Psychiatrie, aber Gott ließ mich nicht mehr los. Christen besuchten mich im Krankenhaus und machten mir Mut. Auch die Bibel gab mir viel Halt.

Ich musste ein Jahr in der Klinik bleiben. Danach bekam ich eine Arbeitsstelle in einem Kinderheim; anschließend machte ich ein Freiwilliges soziales Jahr in einem Behindertenheim. Als ich meine Jugendfreundin Dagmar heiratete, gab kaum jemand unserer Ehe eine ernsthafte Chance, aber wir hielten uns verbindlich zu den Christen, und Gott schenkte die Kraft, die Drogen und das Saufen endlich ganz sein zu lassen. Gott war nicht gegen uns wegen unserer Sucht, sondern mit uns zusammen gegen unsere Sucht. Mehr als 20 Jahre ist das jetzt alles her. Dagmar und ich leben drogenfrei. Wir haben vier gesunde Kinder. Heute arbeite ich als Sozialpädagoge in einer großen Jugendhilfeeinrichtung.

Einen Großteil meiner Freizeit verbringe ich damit, jungen Menschen deutlich zu machen, dass Drogen keine Hilfe sind auf der Suche nach einem Sinn für das eigene Leben.

 
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